Im Schuljahr 19/20 besuchte die 9. Stufe des EKGs wieder die Staatsoper Hamburg. Die 9b durfte eine Patenklasse der Oper„Falstaff“ sein, weshalb sie die Möglichkeit hatte, neben einem Opernintro und einer Abendvorstellung auch eine Bühnenorchesterprobe zu beobachten und einen Einblick hinter die Kulissen zu gewinnen.

 

Am Vormittag des 13.01.2019 startete unser Ausflug. Wir bekamen eine kurze Einweisung des Dramaturgen, bevor wir in den Saal geführt wurden und im 1. Rang Platz nehmen durften. Während der Bühnenorchesterprobe konnte man minimale Veränderungen des Orchesters feststellen. Die Szenen wurden 2-4 Mal geprobt und man hat gesehen, dass die Sänger gemeinsam eine Menge Spaß hatten. Am nächsten Tag begann unser Opernintro auf einer der vielen Probebühnen. Zunächst waren alle wenig motiviert, doch was in einer unscheinbaren Vorstellungsrunde anfing, endete in einem durchaus spaßigen Tag. Eva Binkle, Musiktheaterpädagogin des Hauses, führte uns dabei durch das Stück und sorgte dafür, dass es nicht eintönig wurde. Wir fingen mit einigen Aufwärmübungen wie Pantomime an. Danach gingen wir näher auf die Musik ein, die sehr speziell ist. Giuseppe Verdi, der beim Schreiben der Oper schon fast 80 Jahre alt war, entschied sich dafür, die Komödie zum Beispiel nicht wie gewöhnlich mit einer Ouvertüre beginnen zu lassen. In Teilen der Musik sollten wir ebenfalls Instrumente oder Spieltechniken heraushören. Anschließend sind wir das Stück inhaltlich durchgegangen und haben selbst eine Kurzfassung in Kostümen nachgestellt. Am Ende bekamen wir noch eine kleine Führung durch die Requisitenkammer und der Unterbühne, auf der noch das Bühnenbild stand. 

In der Abendvorstellung von Giuseppe Verdis „Falstaff“, die wir gemeinsam mit den Klassen 9a und c besuchten, fiel es uns durch die Vorbereitung und die aus dem Italienischen übersetzen Übertitel leicht dem Stück zu folgen. Verdi nahm Shakespeares “Die lustigen Weiber von Windsor” als literarische Vorlage. Man erkannte auch die ein oder andere Szene der Bühnenorchesterprobe oder das Bühnenbild von Falstaffs Stammlokal “The Boars Head”, das mit jeder Szene verändert oder zum Teil abgebaut wurde, wieder. In dem Stück geht es um den trinksüchtigen Soldaten Falstaff, der sein Leben auf Kosten anderer lebt. Er schreibt zwei Liebesbriefe an die stattlich verheirateten Damen Alice und Meg. Die beiden sind befreundet und bekommen schnell heraus, dass Falstaff ihnen den gleichen Brief geschrieben hat und sie nur wegen ihres Geldes ausnutzen will. Am Ende versuchen sie ihn auszutricksen, was misslingt. Das Stück endete mit den Worten “Alles in der Welt ist Spaß” gesungen von dem Chor der Hamburgischen Staatsoper.

Zusammengefasst eine spannende Erfahrung.

Geschrieben von Ingalo Behrens

Modul Unten Mitte (user2)

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